Minderheitsvotum: Polizeikosten sind nicht Sache der Vereine!

Das Bundesverwaltungsgericht wird diese Woche entscheiden, ob Profiklubs die Kosten für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele übernehmen müssen. Aus ökonomischer Sicht drängt sich ein schnelles Urteil auf: Im Sinne des Verursacherprinzips müssen die Klubs zahlen, weil sie als kommerzielle Veranstalter den Grund für die Polizeieinsätze liefern. Genauso wie Veranstalter von Tennisturnieren oder Großkonzerten die Kosten für die Gewährleistung der Sicherheit tragen, müssten dies auch die Klubs aus dem millionenschweren Fußballgeschäft. Die Mehrheit der Ökonomen dürfte dieses Fazit bedenkenlos unterschreiben.

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Tagungsbericht: Wohin entwickelt sich der Fußball?

Die 5. Konferenz „Fußball & Ökonomie“ fand am 14. November 2018 im Hamburger Millerntor-Stadion statt. Veranstalter waren wieder das HWWI und Fußball-Ökonomie.de, unterstützt wurde die Tagung von PwC, dem Bankhaus Berenberg, der Friedrich-Naumann-Stiftung, der Macromedia Hochschule und der Zeitschrift Capital. Schwerpunktthemen waren die „Ökonomie von Auf- und Abstieg“ sowie der „Erfolgsfaktor Personal“. Abschließend ging es um den Blick in die Zukunft und um die Frage, wie sich der Fußball unter dem zunehmenden Einfluss sportfremder Interessen verändern wird oder verändern soll. Zu diesen Zukunftsfragen haben sich nicht nur die Referenten geäußert, auch das Fach-Publikum hat seine Einschätzungen und Meinungen im Rahmen einer Publikumsumfrage abgeben.

Zum Tagungsbericht geht es hier: Fußball-Konferenz_2018_Tagungsbericht

HV, AR, JQ_1

FC Bayern in geschlossener Europaliga: Wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen?

Es ist der Fußball-Aufreger des Tages: Zeitungsmeldungen zufolge planen elf europäische Spitzenklubs, u.a. Real Madrid, Juventus Turin und der FC Bayern München, die Gründung einer geschlossenen Europaliga ohne Auf- und Abstieg. Angeblich hat der FC Bayern bereits vor über zwei Jahren prüfen lassen, ob ein Ausstieg aus der Bundesliga rechtlich möglich wäre. Solche Gedankenspiele sind keineswegs neu. Immer wieder kokettierten die großen europäischen Klubs schon in der Vergangenheit damit, ihr eigenes Ding zu machen. Letztlich haben sich die Gedankenspiele aber immer nur als Drohkulisse der Klubs entpuppt, um gegenüber der UEFA in eine günstigere Verhandlungsposition zu kommen und so die eigenen Interessen besser durchsetzen zu können. Sind die neuen Pläne also wieder nur alter Wein in neuen Schläuchen? Weiterlesen