Fazit zur EM: Reform- oder Auslaufmodell?

„Meine Vorfreude auf die EM hält sich in sehr engen Grenzen!“

Mit einem einzigen Satz konnte ich vor dem Beginn der Europameisterschaft 2016 mein gesamtes persönliches Umfeld mühelos gegen mich aufbringen. Ich galt wahlweise als Miesepeter, Spaßbremse oder Spielverderber. In jedem Fall war die Aussage ein sicheres Vehikel, mich ziemlich allein zu fühlen.

Vier Wochen später sieht die Welt ganz anders aus. Das EM-Fazit vieler Kommentatoren fällt ernüchtert aus. Aber nicht nur die Kommentatoren in den Redaktionen sind enttäuscht, auch Trainer-Koryphäen wie Ewald Lienen und Lucien Favre fanden in den letzten Tagen deutliche Worte; kritische Worte.

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Fußball-Boom in Europa: Kein Ende in Sicht

Von: Jörn Quitzau, 14. September 2015

Der Fußball ist inzwischen im Wirtschaftsteil genauso zu Hause wie im Sportteil der Tageszeitungen. Zu Beginn der laufenden Saison sorgten vor allem die zum Teil ins Abenteuerliche gestiegenen Ablösesummen für Schlagzeilen. Aus Sicht der Bundesliga waren es die spektakulären Rekord-Transfers von Roberto Firmino (wechselte für 41 Millionen Euro von Hoffenheim nach Liverpool) und Kevin de Bruyne (für 75 Millionen Euro von Wolfsburg zu Manchester City), die Fußball-Deutschland elektrisierten.

Den ganzen Beitrag lesen Sie hier: Transferwahnsinn

EU-Interventionsspirale

Von: Jörn Quitzau, 12. Mai 2013

Eine Meldung aus der Welt des Fußballs wurde von den Medien in den vergangenen Wochen nicht ausreichend gewürdigt: Die Europäische Union beabsichtigt, sich in das Transfer- und Ablösesystem einzumischen. Dem aufmerksamen Beobachter fällt bei der Meldung sofort ein, dass das geltende Transfersystem Resultat der Europäischen Union ist – denn mit dem so genannten Bosman-Urteil wurde dem Transfersystem der Geist der EU eingehaucht.

Den ganzen Beitrag lesen Sie hier:  EU Interventionsspirale

Experimentelle Stadionforschung

Wer in der modernen Wirtschaftsforschung etwas gelten will, der sollte sich zumindest gelegentlich mit experimenteller Forschung beschäftigen. Das Leitbild des Homo Oeconomicus in Frage zu stellen ist en vogue. Nun sind zwar Manfred Gärtner und Werner Pommerehne schon im Jahr 1978 der Frage nachgegangen, ob der Fußballzuschauer ein Homo Oeconomicus ist1, seither ist auf diesem Gebiet allerdings nicht mehr viel passiert. Es ist also an der Zeit, der Frage erneut nachzugehen.

Ein Erlebnisbericht aus dem Hamburger Volksparkstadion: experiment-stadionbesuch