Ausgeglichene Liga: Begrenzung des Spielerkaders als wirksame Regulierung

Wie lässt sich die Spannung innerhalb einer Liga aufrecht erhalten, wenn sich die Finanzkraftschere immer weiter öffnet? Regelmäßig wird ein „Salary Cap“ – also eine Gehaltsobergrenze – gefordert, wie sie aus dem amerikanischen Teamsport bekannt ist. Ob sich die Obergrenze auf das Gehalt eines einzelnen Spielers bezieht oder ob eine Obergrenze für den gesamten Spielerkader festgelegt wird, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wichtig ist, dass ein Salary Cap leicht zu umgehen ist, weil Spieler statt regulärer Gehaltszahlungen einfach mit lukrativen Werbeverträgen ausgestattet werden können, die nicht durch die Bücher der Klubs laufen. Auch bei anderen Finanzregulierungen zeigt sich, dass sie äußerst kreativ umgangen werden (können). Deshalb wäre es viel besser, die Größe der Spielerkader zu begrenzen und damit eine wirksame Regulierung einzuführen. Weiterlesen

4. Fußballökonomie-Konferenz am 14.11.2017 in Hamburg

Spätestens seit dem Neymar-Transfer von Barcelona nach Paris diskutiert Fußball-Deutschland hitzig über Blasen am Transfermarkt, über die Rolle von Investoren und über die Frage, wie lange der Fan derartige finanzielle Auswüchse noch mitmacht. Genau hier knüpfen wir an und möchten das Spannungsfeld, in dem sich der kommerzialisierte Fußball befindet, mit der Konferenz „Die Zukunft des Fußballs“ beleuchten. Weiterlesen

Alle Jahre wieder: Blasenbildung am Transfermarkt?

Thomas Tuchel findet den Transfermarkt verrückt und Jürgen Klopp denkt wegen des Transfer-Wahnsinns vorsorglich schon mal über sein Karriereende nach – das war nicht jetzt gerade, das war in der Sommerpause 2016. Damals sorgten Gonzalo Higuain und Paul Pogba für mächtig Wirbel, weil sie für Ablösesummen von um die 100 Millionen Euro das Fußballunternehmen wechselten.

In der Sommerpause 2017 sagte Max Eberl im kicker-Interview über den Transfermarkt: „Das ist Wahnsinn, wie Monopoly.“ Und diese Aussage machte er, noch bevor sich der Neymar-Transfer für 222 Millionen Euro von Barcelona nach Paris konkretisierte. Seitdem sagt nicht nur Eberl, seitdem sagen eigentlich alle, der Markt sei verrückt. Weiterlesen

Profifußball: Die Kosten der Sicherheit

Der irrsinnige Anschlag auf den voll besetzten Mannschaftsbus des BVB wirft ein neues Licht auf eine alte Frage: Wer soll die Kosten tragen, die für die Sicherung von Spielen der Bundesligisten entstehen? Ist es Sache der Steuerzahler oder müsste die Polizei ihre Einsätze den Fußballklubs bzw. der Deutschen Fußball Liga (DFL) in Rechnung stellen? Weiterlesen