Folgen der Corona-Krise: Gehaltsverzicht? Ja – Salary Cap? Nein

Der Profifußball wird die Folgen der Corona-Krise nicht bewältigen können, ohne dass die Großverdiener vorübergehend auf erhebliche Teile ihres Gehaltes verzichten. Wenn für die Klubs quasi über Nacht und für wahrscheinlich längere Zeit große Teile der üblichen Einnahmen wegbrechen, müssen dringend auch die Einnahmen heruntergefahren werden. Dafür ist derzeit die Solidarität der Spieler gefordert. Natürlich könnte sich jeder einzelne Spieler auf die bestehenden Verträge pochen, doch ist aktuell das wirtschaftliche Fundament für die hohen Gehälter weggebrochen. Somit ist es ein Gebot der Solidarität und der wirtschaftlichen Einsicht, dass Spieler freiwillig auf einen nennenswerten Teil ihrer Gehälter verzichten, bis der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann. Wenn man die aktuellen Meldungen aus den Klubs hört, erklären sich erfreulicherweise gerade viele Spieler oder Teams bereit, mit einem partiellen Gehaltsverzicht ihren Beitrag zur Überwindung der Krise zu leisten.

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Corona-Krise: Der Fußball wird länger leiden

Interview aus der HNA vom 26.03.2020

HNA: Ein Virologe hat gesagt, dass dieses Jahr überhaupt kein Fußball mehr gespielt wird. Macht es da überhaupt Sinn, über Geisterspiele zu diskutieren?

Jörn Quitzau: Mit den sogenannten Geisterspielen ließen sich die finanziellen Schäden weitgehend auf die Erlösausfälle aus den Ticketverkäufen beschränken – was ja auch schon ein herber Verlust ist. Aber die Spiele könnten im TV übertragen werden – eventuell wären sogar Übertragungen im Free-TV möglich, um eine möglichst große Zuschauerzahl zu erreichen. Dann würden die TV-Gelder fließen und die Sponsoren würden ihre Zielgruppe erreichen. Allerdings ist gerade nicht die Zeit, in der ökonomische Kriterien das Handeln bestimmen können. Weiterlesen

GASTBEITRAG: Kollektive Stadionverbote sind unverhältnismäßig

Autor: Dr. Jörg Wulfken

Jahrelang haben DFB, DFL und Clubs bei Beleidigungen in den Stadien weggeschaut. Erst als es gegen Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp ging, wurden sie aktiv. Doch eine Selbstjustiz des Fußballs darf es nicht geben. Gefordert sind im Zweifel Polizei und Gerichte – sagt unser Gastautor Dr. Jörg Wulfken.

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