Viele Wirtschaftsbranchen wenden sich vom Shareholder-Kapitalismus ab. Dagegen wächst im Fußball der Einfluss von Investoren – auf Kosten von Faninteressen. Die Bundesliga sollte ihre Sonderrolle behalten.
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Steht der Fußball vor einer Revolution? Kommt die europäische Superliga, in der die Top-Klubs Europas weitgehend unter sich bleiben? Und was ist vom neuen TV-Vertrag für die Bundesliga-Übertragungsrechte zu erwarten, die im kommenden Jahr neu ausgeschrieben werden? Dies waren die Fokus-Themen der 6. Konferenz „Fußball & Ökonomie“ am 15. August 2019 im Millerntor-Stadion.
Wie ernst ist es diesmal im europäischen Fußball? Seit Anfang Mai Berichte die Runde machten, große Klubs aus Italien und Spanien würden eine quasi-geschlossene europäische Super-Liga planen, ist die Fußballwelt in Aufruhr. Insbesondere Andrea Agnelli gilt als treibende Kraft hinter den Planspielen. Agnelli ist als Präsident von Juventus Turin und Vorsitzender der European Club Association (ECA) ein sportpolitisches Schwergewicht. Die Reformpläne verdienen also durchaus Aufmerksamkeit.
Die neue Zweitligasaison beginnt – und das mit klangvollen Namen: VFB Stuttgart, Hamburger SV, 1. FC Nürnberg, Hannover 96, dazu noch Arminia Bielefeld, der VFL Bochum, Dynamo Dresden, KSC oder der FC St. Pauli. Bei diesen Klubnamen, die allesamt und teilweise sogar für geballte Erstligaerfahrung stehen, drängt sich die Frage auf, was das Abenteuer 2. Liga eigentlich finanziell bedeutet. Der Deutschlandfunk hat recherchiert (und ich habe gern ein paar Einschätzungen beigesteuert). Hier geht es zum Beitrag „Der Aufstiegszwang und die Geldsorgen der Absteiger“.
Das Bundesverwaltungsgericht wird diese Woche entscheiden, ob Profiklubs die Kosten für Polizeieinsätze rund um Fußballspiele übernehmen müssen. Aus ökonomischer Sicht drängt sich ein schnelles Urteil auf: Im Sinne des Verursacherprinzips müssen die Klubs zahlen, weil sie als kommerzielle Veranstalter den Grund für die Polizeieinsätze liefern. Genauso wie Veranstalter von Tennisturnieren oder Großkonzerten die Kosten für die Gewährleistung der Sicherheit tragen, müssten dies auch die Klubs aus dem millionenschweren Fußballgeschäft. Die Mehrheit der Ökonomen dürfte dieses Fazit bedenkenlos unterschreiben.
Europäische Superliga? Bundesliga-Spiele im Ausland? Anstoß zur Mittagszeit? Neue Regulierungen für mehr Spannung in der Liga? Über diese Themen hat die Süddeutsche Zeitung ein Interview mit mir geführt.
Zum Interview geht es hier.