FIFA-Fiasko: Was lernen wir aus dem Investoren-Intermezzo?

Der Weltfußballverband Fifa wollte einen Teil seiner Vermarktungsrechte an private Investoren verkaufen. Nach einer Welle der Empörung und der Drohung der UEFA, ggf. die Weltmeisterschaften künftig zu boykottierten, ruderte die Fifa zurück.

Was lässt sich aus dem Vorgang lernen? Dr. Jörn Quitzau (Bergos AG) im Gespräch mit dem Sportökonomen Prof. Dr. Frank Daumann (Universität Jena).

Hier geht es zum Kurz-Podcast. 

In eigener Sache

Schluss, aus und vorbei. Die „schönste Nebensache der Welt“ hat ausgedient.

Aus der einst schönsten Nebensache muss wohl eine Hauptsache geworden sein, denn der Fußball wird von allen Seiten schamlos instrumentalisiert. Zudem: Schön – im Sinne von unbeschwert – ist der Fußball schon lange nicht mehr. Es geht kaum noch um den eigentlich fantastischen Sport. Es geht nicht mehr um unbeschwerte Unterhaltung der Fans. Es geht nicht mehr um Ablenkung von den Problemen des Alltags. Nein, seit Jahren scheint die Absicht vieler gesellschaftlicher Akteure zu sein, ihre wirtschaftlichen und (gesellschafts-) politischen Anliegen mit Hilfe des Fußballs ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu drücken. Der Fußball wird überfrachtet. Er lenkt nicht mehr von den Problemen des Alltags ab, er ist selbst zum Problem geworden. Weiterlesen →