AUF DEM WEG ZU AMERIKANISCHEN VERHÄLTNISSEN?

Von Jörn Quitzau, Tobias Merfeld

Wirtschaftliche Trends im Profifußball
Der Profifußball ist wirtschaftlich weiter auf Erfolgskurs. Kommerz, Inszenierung und Investoren sind inzwischen fester Bestandteil der einst so bodenständigen Sportart. Damit hat sich der Fußball in gewisser Weise „amerikanisiert“.

Als große Herausforderung gilt im europäischen Fußball derzeit, die Spannung in den nationalen Ligawettbewerben aufrecht zu erhalten. Mehrere Ligen – wie die Bundesliga oder die spanische Primera División – werden von ein oder zwei Teams dominiert, sodass es nur noch sehr eingeschränkten Wettbewerb um den Meistertitel gibt.

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Fußball-Boom in Europa: Kein Ende in Sicht

Von: Jörn Quitzau, 14. September 2015

Der Fußball ist inzwischen im Wirtschaftsteil genauso zu Hause wie im Sportteil der Tageszeitungen. Zu Beginn der laufenden Saison sorgten vor allem die zum Teil ins Abenteuerliche gestiegenen Ablösesummen für Schlagzeilen. Aus Sicht der Bundesliga waren es die spektakulären Rekord-Transfers von Roberto Firmino (wechselte für 41 Millionen Euro von Hoffenheim nach Liverpool) und Kevin de Bruyne (für 75 Millionen Euro von Wolfsburg zu Manchester City), die Fußball-Deutschland elektrisierten.

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Externe Geldgeber im Fußball – Fluch oder Segen?

Von: Jörn Quitzau, 25. April 2015

Wenn es um Regulierungsfragen geht, ist jede Branche etwas Besonderes. Jedenfalls behaupten Branchenvertreter gern, ihr Wirtschaftszweig funktioniere nach eigenen Gesetzen und deshalb sei für ihn eine Sonderbehandlung vonnöten. Auch Fußballfunktionäre weisen seit Langem auf produktionstheoretische Besonderheiten hin, aufgrund derer der Profifußball kein Wirtschaftszweig wie jeder andere sei. So hat sich das Bundeskartellamt im Zusammenhang mit der Zentralvermarktung der Bundesliga-Fernsehrechte intensiv mit der Frage auseinandersetzen müssen, ob ein wettbewerblich organisierter, dezentraler Verkauf der Rechte durch die einzelnen Klubs den sportlichen Wettbewerb schädigen würde.

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Finanzierung im Profifußball – Anleihen, Investoren, Mäzene & Co.

Der Wettbewerb – innerhalb der Bundesliga und zwischen den europäischen Top-Ligen – ist hart. Die Klubs haben deshalb schon in den vergangenen Jahren neue Finanzierungswege beschritten. Auch künftig dürfte in der externen Kapitalaufnahme ein wichtiger Schlüssel zum sportlichen Erfolg gesehen werden. Doch nicht alle Finanzierungsquellen sind für die Klubs und für potentielle Investoren bzw. Anleger gleichermaßen geeignet.

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Brasilien und die Fußball-WM 2014

Am 12. Juni beginnt mit dem Eröffnungsspiel in São Paulo die 20. FIFA Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien. Zwei Jahre später steht Brasilien erneut im Fokus der Weltöffentlichkeit, wenn Rio de Janeiro Gastgeber der XXXI. Olympischen Sommerspiele sein wird. Brasilien hat damit die Chance, sich der Welt als leistungsstarkes, sicheres und modernes Land zu präsentieren. Doch im Vorfeld der WM ist es in weiten Teilen der Bevölkerung zu massiven Protesten gegen die politische Führung des Landes gekommen. Obwohl kaum ein Land so sport- und insbesondere fußball be geistert ist wie Brasilien, sehen viele Brasilianer in der WM ein Symbol für Korruption und Miss wirtschaft. Wenige Wochen vor Beginn der WM sind einige Stadien immer noch nicht fertig gestellt, und es gibt massive Sicherheitsbedenken. Auch wirtschaftlich läuft im Gastgeberland momentan nicht alles rund. Angesichts der aktuell schwierigen Situation stehen Brasiliens Chancen auf den Gewinn des WM-Titels wohl deutlich besser, als sich schon bald wirtschaftlich unter den führenden Volkswirtschaften etablieren zu können.

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Investoren und Mäzene im Fußball – eine Typologie externer Kapitalgeber

Prof. Dr. Stefan Prigge
Prof. Dr. Henning Vöpel

Drei aktuelle Beispiele zeigen, dass die Diskussion um externe Kapitalgeber im Fußball an praktischer Relevanz gewinnt. Der HSV will sich inmitten einer sportlich und f inanziell schwierigen Situation durch Strukturreformen externen Investoren öffnen, bei Hertha BSC ist bei sportlich günstigen Aussichten eine Private-Equity-Gesellschaft als Anteilseigner eingestiegen und eine große Versicherung bindet sich an die globale Marke FC Bayern München. Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen stellt sich grundsätzlich die Frage: Welches sind die Motive bei den Kapitalgebern, welches die Risiken auf Seiten der Vereine?

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