Die Ökonomie der Bundesliga

TV-Rechte-Vermarktung sowie Zuschauer- und Werbeeinnahmen erzielen Rekordhöhen. Im Vergleich zu anderen Ligen in Europa gilt die Bundesliga wirtschaftlich als sehr solide. Was macht die Bundesliga ökonomisch richtig und welche Folgen hat der wirtschaftliche Erfolg für die Fans?

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AUF DEM WEG ZU AMERIKANISCHEN VERHÄLTNISSEN?

Von Jörn Quitzau, Tobias Merfeld

Wirtschaftliche Trends im Profifußball
Der Profifußball ist wirtschaftlich weiter auf Erfolgskurs. Kommerz, Inszenierung und Investoren sind inzwischen fester Bestandteil der einst so bodenständigen Sportart. Damit hat sich der Fußball in gewisser Weise „amerikanisiert“.

Als große Herausforderung gilt im europäischen Fußball derzeit, die Spannung in den nationalen Ligawettbewerben aufrecht zu erhalten. Mehrere Ligen – wie die Bundesliga oder die spanische Primera División – werden von ein oder zwei Teams dominiert, sodass es nur noch sehr eingeschränkten Wettbewerb um den Meistertitel gibt.

Wirtschaftliche TrendsLigasport_USA vs Europa-final

 

Fußball-Boom in Europa: Kein Ende in Sicht

Von: Jörn Quitzau, 14. September 2015

Der Fußball ist inzwischen im Wirtschaftsteil genauso zu Hause wie im Sportteil der Tageszeitungen. Zu Beginn der laufenden Saison sorgten vor allem die zum Teil ins Abenteuerliche gestiegenen Ablösesummen für Schlagzeilen. Aus Sicht der Bundesliga waren es die spektakulären Rekord-Transfers von Roberto Firmino (wechselte für 41 Millionen Euro von Hoffenheim nach Liverpool) und Kevin de Bruyne (für 75 Millionen Euro von Wolfsburg zu Manchester City), die Fußball-Deutschland elektrisierten.

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Europaliga? Keine Experimente!

Es war schon mehrfach durchaus ernst. 1998 drohte die Elite des europäischen Vereinsfußballs mit der Gründung einer eigenständigen Europaliga. Die Klubs sahen damals ihre wirtschaftlichen Interessen vom europäischen Fußballverband UEFA nicht ausreichend berücksichtigt. Mit der Gründung der sogenannten G14 gaben sich 14 Top-Klubs im Oktober 1998 sowohl ein Gesicht als auch stärkeres Gewicht. Die Hauptziele – mehr Planungssicherheit, mehr Spiele, mehr Geld – konnten die Klubs damals gegenüber der UEFA durchsetzen. Im Gegenzug haben sie die Pläne für eine eigene Europaliga zu den Akten gelegt. Zumindest vorübergehend. Denn auch in den Folgejahren schaffen es die Top-Klubs bei Bedarf immer wieder, mit Gedankenspielen zur Europaliga eine geeignete Drohkulisse aufzubauen.

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