HSV: Anstößig hoch drei!

Von: Jörn Quitzau, 17. Januar 2014

Beim Hamburger Sport Verein wird momentan nicht nur über die sportliche Talfahrt diskutiert. Im Vorfeld der Jahreshauptversammlung tobt auch die Diskussion über die Vereinsstruktur und die Vereinsfinanzen. Besonders interessant ist dabei die Rolle eines Investors/Mäzens, der den HSV-Verantwortlichen vor Monaten jegliche Kompetenz abgesprochen hat – und zwar ganz offensiv über die Medien. Am liebsten wollte der Investor einen Neustart des HSV mit Felix Magath als Präsident sehen. Für den Fall, dass eine Restrukturierung des HSV den Vorstellungen des Investors entspricht, hatte dieser bereits ein Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Laut Sport-Bild steht inzwischen sogar eine Summe von 100 Millionen im Raum. Geld, das der HSV für eine Aufbesserung des Spielerkaders mehr als gut gebrauchen könnte.

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Spanische Verhältnisse in der Bundesliga? Eine Auswertung der Wettquoten

Die Bundesliga wurde immer wegen ihrer sportlichen Ausgeglichenheit gerühmt. Dies würde sie besonders interessant und attraktiv machen. Nun zeichnet sich eine neue Ära der Dominanz von Bayern München ab, die mit ihren sportlichen und f inanziellen Erfolgen in der Champions League den Abstand vor den nationalen Konkurrenten kontinuierlich auszubauen scheinen. Eine Auswertung der Wettquoten für die Hinrunde der Bundesliga-Saison 2013/14 bestätigt, dass die sportliche Schere in der Bundesliga auseinandergeht. Und doch gibt es im Fußball Faktoren, die einen natürlichen Ausgleich schaffen und           damit die Spannung erhalten.

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Aktuell: Bayern unangefochten Herbstmeister – und Kahn irrt doch!

Von: Jörn Quitzau, 22. Dezember 2013

Der FC Bayern München ist (vorzeitig) Herbstmeister. Mit sieben Punkten Vorsprung, plus einem Nachholspiel, auf den Tabellenzweiten Bayer Leverkusen ist für viele Fans und Beobachter auch die erneute Meisterschaft 2013/14 für den FC Bayern nur noch Formsache. Zu dieser Einschätzung haben auch einige spektakuläre Spiele und Ergebnisse beigetragen, zum Beispiel der 7:0-Kantersieg bei Werder Bremen. Doch nicht erst seit dem Spektakel in Bremen und der vorzeitigen Herbstmeisterschaft diskutiert Deutschland über die Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Bundesliga. Oliver Kahn hat bereits vor einigen Wochen – nach dem 3:0 Sieg bei Borussia Dortmund –die Debatte in seinem Blog zugespitzt, indem er die Frage aufwarf, ob der FC Bayern nicht besser in einer eigenen Liga spielen sollte; in einer Europa-Liga der besten 18 europäischen Klubs.

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Zeitenwende im europäischen Profifußball

JÖRN QUITZAU, BERENBERG HENNING VÖPEL, HWWI

Der europäische Fußball boomt. Die Klubs erzielen auch im gesamtwirtschaftlich aktuell schwierigen Umfeld Umsatzrekor- de. Dennoch steigen die Kosten oft schneller als die Erlöse, sodass Teile des europäischen Vereinsfußballs mit Schulden- problemen kämpfen. Gemäß dem Benchmarking-Bericht der UEFA wiesen 63 % der Erstligaklubs im Finanzjahr 2011 einen Betriebsverlust und 55 % der Erstligaklubs einen Nettoverlust aus. Der aggregierte Verlust belief sich auf 1,7 Mrd. Euro (2007 waren es nur 0,6 Mrd. Euro), dabei entfiel rund die Hälfte des Betrages auf lediglich zehn Klubs.

HWWI-Berenberg_Financial_Fair_Play

„Spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga – braucht der Fußball „Financial Fairplay“?

Von: Prof. Dr. Henning Vöpel

Mit Bayern München und Borussia Dortmund stehen in diesem Jahr erstmals zwei deutsche Vereine im Finale der Champions League – ein großer Erfolg für den deutschen Fußball und die Bundesliga. Doch nicht zufällig wird gleichzeitig eine Diskussion über „spanische Verhältnisse“ in der Bundesliga geführt: Werden Bayern und Dortmund – ­ähnlich wie Barcelona und Madrid in Spanien – auf Jahre hinaus die Meisterschaft unter sich ausmachen – und die Bundesliga dadurch langweilig? Schon in dieser Saison war die Meisterschaft in der Bundesliga früh entschieden und das Niveau hinter Bayern und Dortmund eher schwach. Stehen Ausgeglichenheit der nationalen Liga und Wettbewerbsfähigkeit in internationalen Wettbewerben in einem Zielkonflikt zueinander? Weiterlesen

EU-Interventionsspirale

Von: Jörn Quitzau, 12. Mai 2013

Eine Meldung aus der Welt des Fußballs wurde von den Medien in den vergangenen Wochen nicht ausreichend gewürdigt: Die Europäische Union beabsichtigt, sich in das Transfer- und Ablösesystem einzumischen. Dem aufmerksamen Beobachter fällt bei der Meldung sofort ein, dass das geltende Transfersystem Resultat der Europäischen Union ist – denn mit dem so genannten Bosman-Urteil wurde dem Transfersystem der Geist der EU eingehaucht.

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